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Wilde Wasser

Eine Entdeckungsreise zu Niederösterreichs Wasserfällen

Wilde Wasser
08.04.2026

Wenn sich Wasser tosend über moosbewachsene Felsen ergießt, feiner Sprühnebel in der Luft liegt und jeder Schritt auf schmalen Pfaden tiefer in die Natur führt, dann zeigt Niederösterreich eine seiner eindrucksvollsten Seiten. Die Wasserfälle der Region sind nicht nur spektakuläre Naturschauspiele, sondern auch lohnende Ziele für Wanderer.

Eingebettet in Schluchten, Wälder und alpine Landschaften lassen sie sich auf gut ausgebauten Wegen erwandern – mal gemütlich, mal abenteuerlich. Eine Entdeckungsreise zu Niederösterreichs Wasserfällen verbindet Bewegung, Naturgenuss und stille Momente des Staunens – und macht jeden Ausflug zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Lassingfall & Mirafall

Ötschergräben ab Wienerbruck

Tief eingeschnittene Schluchten, türkisblaues Wasser und tosendes Rauschen – die Ötschergräben gelten nicht umsonst als „Grand Canyon Österreichs“. Wer von Wienerbruck Richtung Ötscherhias wandert, kommt am 90 Meter hohen Lassingfall vorbei, der bei Schneeschmelze besonders beeindruckend ist. Zahlreiche mittelleichte und anspruchsvolle Wanderungen führen zum Mirafall, der sich spektakulär eingebettet im Herzen der Schlucht befindet.

Trefflingfall

Puchenstuben

Umgeben von Stegen, Felsnischen und moosigem Schatten offenbart sich rund um den Trefflingfall ein beeindruckendes Naturschauspiel. Mit 120 Metern Fallhöhe in mehreren Kaskaden präsentiert sich der Trefflingfall vor allem im Frühsommer als spektakuläres Ausflugs- und Wanderziel. Eine Einkehr in der urigen Trefflingfallhütte sollte man sich nicht entgehen lassen. Angereiste und Kurzurlauber finden im Erlebnisdorf Sulzbichl, direkt am Eingang der Schlucht, eine authentische Übernachtungsmöglichkeit.

Weg am Wasser

»Eingebettet in Schluchten, Wälder und alpine Landschaften lassen sie sich auf gut ausgebauten Wegen erwandern.«

Myrafälle

Muggendorf

Wo das Wasser in Kaskaden tanzt, wartet ein stiller Gedanke am Hausstein: Die Myrafälle sind ein lebendiges Naturdenkmal mit poetischem Atem. Täglich stürzen hier fünf Millionen Liter Wasser 125 Meter in die Tiefe. Diese Naturgewalt mit ihren zahlreichen ruhigeren Verläufen ist über Brücken, Stege und Stufen erklimmbar. Ein schmaler Weg führt auf den Hausstein, mit seinem stillen und sonnigen Aussichtsplatz.

Lohnbachfall

Rappottenstein

Entlang des Lohnbachs im Waldviertel zeigen sich alle Varianten fließenden Wassers. Sanft und kaum hörbar vor sich hin plätschernder Bach. Unterirdische Wasserfälle, die man nicht sehen, aber erahnen kann. Und natürlich auch herabstürzendes Wasser – mal im freien Fall, mal über kleine Kaskaden verteilt. Allen voran sind es jedoch die riesigen Granitfelsen, die die Faszination der wildromantischen Waldschlucht ausmachen. Sie wirken so, als stellten sie sich – grün und moosüberwuchert – dem Wasser in den Weg. Es ist kaum verwunderlich, dass die Schlucht als Naturdenkmal und als Teil des Europaschutzgebiets „Waldviertler Teich-, Moor- und Heidelandschaft“ ausgewiesen ist.

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