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Respekt auf der Alm
MOREFAMILY / Freizeit
Mit den warmen Temperaturen zieht es derzeit nicht nur viele Familien in die Berge, sondern auch zahlreiche Weidetiere zurück auf die Almen. Viele Wanderwege führen dabei direkt durch bewirtschaftete Weideflächen. Was idyllisch aussieht, kann allerdings auch heikle Situationen mit sich bringen – besonders dann, wenn Hunde mit dabei sind oder Mutterkühe ihre Kälber beschützen möchten.
Erst kürzlich kam es in Osttirol zu einem Zwischenfall mit einer Kuhherde. Der Österreichische Alpenverein nimmt dies zum Anlass, wichtige Verhaltenstipps für Wandernde in Erinnerung zu rufen.
„Angst vor Kühen müssen Wandernde nicht haben, Respekt ist aber jedenfalls angebracht“, erklärt Georg Unterberger vom Österreichischen Alpenverein. Besonders Familien mit Kindern unterschätzen oft, dass Almen keine Streichelzoos sind. Vor allem Kälber wirken auf Kinder niedlich und harmlos – Mutterkühe reagieren auf Annäherungen jedoch häufig sehr sensibel.
Ruhe bewahren und Abstand halten
Wer auf Wanderwegen einer Kuhherde begegnet, sollte ruhig bleiben und den Tieren ausreichend Platz geben. Wichtig ist es außerdem, die markierten Wege möglichst nicht zu verlassen und Weidezäune zu respektieren.
Besondere Vorsicht gilt bei unruhigem Verhalten der Tiere. Senken Kühe den Kopf, scharren mit den Hufen oder beginnen laut zu brüllen, sollte die Weidefläche zügig und ruhig verlassen werden – ohne hektische Bewegungen oder Schreien.
Hunde können Kühe provozieren
Vor allem Hunde sorgen immer wieder für gefährliche Situationen auf Almen. Kühe nehmen Hunde oft als Bedrohung wahr – insbesondere Mutterkühe mit Kälbern.
Deshalb empfiehlt der Alpenverein, Hunde stets an der kurzen Leine zu führen. Sollte ein Angriff durch ein Weidetier unmittelbar bevorstehen, gilt allerdings das Gegenteil: Hund sofort ableinen. Hunde können schneller flüchten und entfernen dadurch die Gefahr oft auch vom Menschen.
Nicht jede Herde reagiert gleich
Wie Kühe auf Wandernde reagieren, hängt auch von der Art der Herde ab. Mutterkuhherden verteidigen ihre Kälber besonders instinktiv. Jungtiere wiederum sind oft neugierig und übermütig, wodurch es rasch zu unkontrollierten Bewegungen kommen kann.
Milchkühe gelten zwar als menschengewöhnt, möchten auf der Alm aber trotzdem in Ruhe grasen und nicht bedrängt werden.
Rücksicht macht Alm-Erlebnisse sicherer
Der Österreichische Alpenverein betont, dass Almen und Wanderwege seit Jahrhunderten zusammengehören. Viele heutige Wanderwege entstanden ursprünglich als Viehtriebwege. Ein friedliches Miteinander sei daher durchaus möglich – mit Respekt gegenüber Mensch, Tier und Natur.
Die wichtigsten Tipps auf einen Blick:
- Abstand zu Weidetieren halten
- Tiere nicht füttern oder streicheln
- Ruhig bleiben und hektische Bewegungen vermeiden
- Hunde kurz anleinen
- Markierte Wege nicht verlassen
- Warnsignale der Tiere ernst nehmen
- Tore und Zäune immer wieder schließen
Weitere Informationen:
Sichere Almen
Österreichischer Alpenverein
Quelle: Österreichischer Alpenverein / OTS-Presseaussendung








